Bad Königshofen (hf). Es ist fast wie eine Wiederholung der Spendenaktion für den ersten Rettungswagen des BRK Bad Königshofen im Jahr 1974. Über die örtliche Verkehrswacht und das BRK Königshofen wurde damals allein durch Spenden ein neuer Rettungswagen angeschafft. Als vor 3 Jahren erneut das Thema „Ersatzbeschaffung eines Einsatzfahrzeugs“ für die BRK Bereitschaft Bad Königshofen zur Debatte stand, schlug der heutige Wachleiter Rasmus Brand, genau diesen Weg wieder ein. Bei der Jahresversammlung berichtete er, dass genau damit das neue Fahrzeug finanziert werden konnte, gänzlich aus Spendenmitteln und Eigenmitteln der Bereitschaft Bad Königshofen.
Das Fahrzeug wurde 2025 in Dienst gestellt. Das notwendige EKG wurde durch den Kreisverband Rhön-Grabfeld beschafft. Ein ebenfalls notwendiges Beatmungsgerät mit Kosten von rund 11.000 Euro wurde über eine Spende der Firma Haschke in Höhe von 5000 Euro und aus Mitteln des Kreisverbandes finanziert. „Somit haben wir dank der zahlreichen Spenden und der tollen Unterstützung durch den Kreisverband alle anstehenden Beschaffungen stemmen können wodurch wir für die nächsten Jahre sehr gut gerüstet sind und mit moderner Medizintechnik weiterhin der Bevölkerung zur Verfügung stehen.“ Dafür dankte der Wachleiter BRK Kreisgeschäftsführer Ralf Baumeister und seinem Team. Das sei keine Selbstverständlichkeit. Die Ausgaben für das neue Auto betrugen 42.984.74 Euro. An Spenden kamen insgesamt 31.645 Euro zusammen. Dafür dankte Rasmus Brand alle Spenderen, ob Privat oder Firmen.
Zunächst aber standen Jahresrückblick von Claus Scheeres und Lena Ziegler von der Bereitschaftsleitung auf der Tagesordnung. Die Bereitschaft verfügt über 92 Mitglieder, davon 45 Frauen. Betreut wurden Blutspendetermine, Sanitätswachdienste und der Rettungsdienst unterstützt. Beim Blutspenden gab es in Bad Königshofen vier Termine mit 656 Spendern. Dafür waren 246 ehrenamtliche Stunden erforderlich. In Sulzfeld waren es drei Termine mit 292 Spendern und einer Helferleistung von 110 Stunden. Die Unterstützungsgruppe „UG Rett“ hatte 12 Einsätze. Hinzu kamen 19 Sanitätswachdienste mit 142 Stunden und 639 Helferstunden bei Sanitäts-Wachdiensten. Die Rettungswache Bad Königshofen ist mit Rettungsrucksäcken, AEDs ausgestattet und verfügt über den Rettungswagen (RTW) sowie das neue Rettungsfahrzeug „KÖN 11/1“. In Bad Königshofen ist die Mobile Rettungswache stationiert.
Bei der Jahresversammlung gedachte die Versammlung des kürzlich verstorbenen Mitglieds Karl-Heinz Stingl bevor BRK Kreisgeschäftsführer Ralf Baumeister von beeindruckenden Zahlen sprach und die Wache Bad Königshofen als einen „Eckpfeiler“ im BRK Rhön-Grabfeld bezeichnete. Man sei technisch sehr gut aufgestellt und das Ehrenamt sei hier vorbildlich. Zur derzeitigen geopolitischen Lage sagte Ralf Baumeister, dass das BRK gefordert und für die Zukunft gerüstet sei. Respekt für die gezeigten Leistungen im vergangenen Jahr zollte auch Kreisbereitschaftsleiter Alexander Klamt. Das Team habe sich bestens bewährt. Unterstützung bei Blutspendeterminen oder im Sozialdienst würden ohne Ehrenamt nicht funktionieren.
Auch Alexander Klamt nannte die aktuelle schwierige Zeit mit Naturereignissen, Klimawandel und Katastrophen. Gerade da sei beim BRK der Bevölkerungsschutz wichtig. Bei allem sei das Ehrenamt wichtig. Der Kreisbereitschaftsleiter: „Wir können das gemeinsam schaffen!“ Er sprach die verschiedenen Schnelleinsatzgruppen an. Hier fehle noch die SEG „Technik und Sicherheit“. Diese soll nun auf der Wache Bad Königshofen stationiert werden. Dabei handelt es sich um einen großen Anhänger, der zum Beispiel mit dem neuen Fahrzeug KÖN 11/1 transportiert werden kann. Dank galt Klaus Scheeres und Lena Ziegler für ihr Engagement. Oliver Schmitt, neuer Kommandant der Bad Königshofener Feuerwehr lobte die gute Zusammenarbeit. Bereitschaftsarzt Ulrich Sauter sagte, dass vieles nur in der Gemeinschaft funktioniert.
Ehrungen gab es für Klaus Seufert und Karl-Heinz Fuchs für 50 Jahre Mitgliedschaft im BRK Bad Königshofen sowie für 40 Jahre für Johannes Rebelein und Julian März (10 Jahre).
