· Pressemitteilung

Mit Bruno Büchs ist ein Urgestein der Bergwacht gestorben

Im Alter von 72 Jahren ist Bruno Büchs aus Hohenroth gestorben. Er war ein „Urgestein“ der Bergwacht Rhön-Spessart. Foto: Archiv Bergwacht

Bad Neustadt (hf). Im Alter von 72 Jahren ist Bruno Büchs aus Hohenroth gestorben. Er war ein „Urgestein“ der Bergwacht Rhön-Spessart und hat in seiner Zeit, vor allem als Regionalleiter die Struktur der Bergwacht maßgeblich geprägt, Er konnte junge Mitglieder für den ehrenamtlichen Dienst der Bergwacht begeistern. In seiner Zeit als Regionalleiter gründete er die beiden Bergrettungswachen in Frammersbach und Miltenberg im Spessart ebenso wie 1994 die ersten Einsatzleitgruppen der Bergwacht Bayern. Vor allem aber war er immer zur Stelle, wenn es darum ging in Not geratene Menschen zu retten.

Bruno Büchs hat in den vergangenen Jahrzehnten vieles auf en Weg gebracht. Dabei war die  Verständigung per Funk, vor allem in den Skigebieten der Rhön, ein Problem. Das wurde durch einen Umbau 1998 verbessert. Dazu initiierte er  im Jahr 1997 die Errichtung eines Relais für  4 m Meter- Band Funks im ILS Bereich Schweinfurt und baute diese auch mit auf. Maßgeblich hat er sich bei der Vorbereitung und Umsetzung der Strukturbewertung der Bergwacht Bayern in Rhön und Spessart beteiligt, war unter anderem bei der Hochwasserkatastrophe in Deggendorf und über viele Jahre Einsatzleiter der Einsatzleitgruppe Rhön. Diese Gruppe wurde notwendig, da die Einsatzeffektivität zu gering war , Bayernweit wurde dieses Modell 2004 nach dem Vorbild der Rhön flächendeckend eingeführt.  Fünf Jahre hatte er das Amt des stellvertretenden Regionalleiters Rhön-Spessart inne, war dann von 1997 bis 2017 Regionalleiter der Region Rhön-Spessart. In dieser Zeit hat er Struktur und Menschen geprägt.

Bruno Büchs war ein auch ein geselliger Bergwachtler. Bergwachtkollegen erinnern sich an das Landesschafkopfturnier der Bergwacht Bayern 2006 in Bad Neustadt. Dieses holte Bruno Büchs damals zum zweiten Mal in die Rhön. Daran nahmen Mitglieder aus ganz Bayern teil. Ausrichter war die Bergwacht Bad Neustadt. Wichtig war ihm die Neusortierung der Bergrettungswachen im Jahr 2007. Dazu führte er intensive Gespräche und leistete Überzeugungsarbeit mit den Bergwachten Weisbach und Bad Neustadt. Es folgte der 
Umzug der Bergwacht Bad Neustadt nach Bischofsheim und der Bergwacht Weisbach nach Oberelsbach. Nicht zu vergessen die Gründung der Bergwacht Frammersbach im Jahr 2013 nachdem dort bereits 2009 mit der Ausbildung begonnen wurde.

2013 fanden erste Gespräche über einen Geschäftsführer der Region Rhön-Spessart statt und die Umsetzung folgte im gleichen Jahr. 2014 kam der Aufbau der Bergrettungswache Miltenberg und die Gründung drei Jahre später. Bruno Büchs hat es verstanden für „seine Bergwacht“ Förderer und Spender zu akquirieren und war stets Ansprechpartner der Institutionen des Landes und Bezirk Unterfranken, den Landkreisen und Kommunen in Rhön-Grabfeld, Bad Kissingen, Aschaffenburg, Main-Spessart und Miltenberg, sowie der Polizei. Bruno band neue Förderer an die Bergwacht, indem er über Jahrzehnte Skiurlaube in den Alpen organisierte und selbst als Busfahrer die Gäste in die Wintersportorte brachte.

Auch die Gründung der Skiwacht in den Skigebieten war ihm ein Herzensanliegen, die 1969 gegründet wurde. Dabei stand der Schutz der Natur ebenso im Vordergrund wie natürlich die Hilfe für Verletzte oder vermisste Personen. Für seine vielen Verdienste erhielt er 2017 für 25 Jahre aktive Bergwachtarbeit das Leistungsauszeichnung der Bergwacht Bayern in Gold. Die Überreichung der Urkunde für 40 Jahre Bergwachtmitgliedschaft konnte er aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr erleben. Die Beisetzung des Verstorbenen findet am 8. Juni um 14 Uhr in Hohenroth statt. Bruno Büchs hinterlässt sein Frau Christa sowie die Töchter Nicole und Tanja mit Familien,sowie Enkelkinder.