· Pressemitteilung

Klimaanlagen und Selterwasser bei großer Hitze im Rettungsdienst

Bei hohen Temperaturen ist es wichtig bei Einsätzen, wie hier in Sulzdorf, Rettungskräfte und Patienten vor der hohen Sonneneinstrahlung zu schützen. Foto: Hanns Friedrich
In den Tagen der großen Hitzewelle rät das BRK Rhön-Grabfeld viel trinken, im Schatten zu bleiben und notwendige Außenarbeiten in den Morgenstunden vorzunehmen. Foto: Hanns Friedrich

Bad Neustadt (hf). Wenn Rettungskräfte, ob Feuerwehr, THW oder BRK ausrücken, dann haben sie oft schwere Einsatzkleidung an. Diese dient vor allem der Sicherheit. Bei großer Hitze gibt es da kaum eine Ausnahme. Dass Feuerwehr und Rettungsdienst auch in diesem Bereich eng zusammenarbeiten, zeigte sich bei einem Verkehrsunfall bei Sulzdorf. Dort schützten Feuerwehrleute die Notfallsanitäter und Notarzt sowie den Patienten vor der starken Sonneneinstrahlung durch ein große Tuch. Aber auch das BRK selbst ist vorbereitet, sagen Kreisgeschäftsführer Ralf Baumeister, sein Stellvertreter Heiko Stäblein und Richard Rockenzahn gegenüber dieser Redaktion.

So steht im Kreisverband ausreichend kostenlos Selterwasser zur Verfügung. In sämtlichen Fahrzeugen des Rettungs- und Krankentransportes befinden sich Klimaanlagen. Dies sowohl im Fahrerraum als auch im Behandlungteil des Fahrzeugs, sagt Rettungsdienstleiter Richard Rockenzahn. Wenn viele Fahrzeuge unterwegs sind, gibt es sogenannte Hintergrundfahrzeuge und die entsprechende Besatzung, um Handlungsfähig zu sein. In diesen Tagen der hohen Temperaturen steigen auch die Einsatzzahlen, sagen BRK Kreisgeschäftsführer Ralf Baumeister und sein Stellvertreter Heiko Stäblein. Dabei geht es oft um Insektenstiche, Erschöpfungszustände, Kollaps, Schwindel und gerade bei älteren Menschen nehmen dann die Kreislaufprobleme zu.

Außerdem steigen in diesen Tagen auch die Einsätze bei Verkehrsunfällen. Der Grund ist meist die Unkonzentriertheit. Gerade bei älteren Menschen sei es wichtig, dass diese viel trinken. Sie sind dann schnell dehydriert. Ganz klar, dass man auf den Rettungswagen deshalb zurzeit viel Wasser dabeihat, um hier helfen zu können. Das BRK bittet deshalb bei extremer Hitze in kühlen Räumen zu bleiben und möglichst nicht in der prallen Sonne zu arbeiten. Geplante Tätigkeiten sollten in den Morgenstunden erledigt werden. Die Rettungsfahrzeuge sind mit professionellem Personal besetzt. Dazu gehören Notfall- und Rettungssanitäter, sowie oftmals auch ein Auszubildender im Rettungsdienst. Ein Notarzt ist bei den Einsätze nicht immer sofort dabei. Er wird nachgefordert. „Bei den aktuellen Einsätzen, hitzedingt ist meistens kein Notarzt dabei.

Das BRK Rettungszentrum in Bad Neustadt hat insgesamt vier Rettungswachen und zwar in 

Bad Neustadt, Bad Königshofen, Nordheim/Rhön und Bischofsheim. Insgesamt verfügt der Kreisverband aktuell über insgesamt 77 Hauptamtliche im Rettungsdienst, aufgeteilt sind das 

30 Nofallsanitäter,  30 Rettungssanitäter, 12  AZUBIS Rettungsdienst  und fünf Bundesfreiwilligendienstler Rettungsdienst. Diese wiederum werden von zahlreichen Ehrenamtlichen des komplexen Hilfeleistungssystems unterstützt. Insgesamt zeigt die Statistik des BRK Kreisverbandes Rhön-Grabfeld 15.000 Einsätze pro Jahr, davon 4200 Krankentransporte. Die täglichen Einsatzzahlen stiegen von 40 (normalerweise) auf aktuell 55, sagt Rettungsdienstleiter Richard Rockenzahn. Das BRK Rhön-Grabfeld hat aktuell acht Rettungswagen, drei Krankenwagen und vier Notarzteinsatzfahrzeuge.

Ralf Baumeister verweist im Rahmen des Gesprächs auf aktuell Blutspendetermine. Bei hohen Temperaturen würden hier die Zahlen der Spender sinken. Aktuell kann der Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes die Versorgung der Krankenhäuser in Bayern zuverlässig sicherstellen. „Damit das auch in den kommenden Wochen so bleibt, sind wir alle auf eine kontinuierliche Unterstützung der Blutspenderinnen und Blutspender angewiesen,“ fügt Heiko Stäblein, stellvertretender Kreisgeschäftsführer an. Die nächsten Blutspendetermin sind am 1. Juli von 16 bis 20 Uhr in Bischofsheim in der Schulturnhalle der Kreuzbergschule, sowie am 16. Juli von 14.30 bis 20 Uhr im Gemeindezentrum Salz.