Eine überaus große Trauergemeinde nahm in der Kirche von Hohenroth Abschied von Bruno Büchs. Er war im Alter von 72 Jahren gestorben und wurde nun auf dem Friedhof seiner Gemeinde beigesetzt. Dekan Andreas Krefft skizzierte den Lebenslauf des Verstorbenen, der aus Wülfershausen stammt und hier seine Kinder- und Jugendzeit verbrachte. In seinem Arbeitsleben habe er viele Stationen durchlaufen. Letztendlich aber entdeckte er die Bergwacht Rhön und fand ihr seine ganz besondere Aufgaben.
Im Namen der Bergwacht Bischofsheim, der Bergwachtregion Franken, sowie die Bergwacht Bayern nahmen Bereitschaftsleiter Oliver Scheublein und Peter Eisenlauer, Vorsitzender der Bergwacht Bayern Abschied. Beide verstanden es durch ihre persönlichen Erinnerungen das Leben und Wirken des Verstorbenen besonders heraus zu stellen. Die Reden zeugten von Respekt, tiefer Dankbarkeit, Ehrfurcht und Bewunderung für einen Mann, der die Bergwacht in der Rhön maßgeblich geprägt hat. Oliver Scheublein erinnerte an die Zeit der Grenzöffnung, die Umbrüche in der Rhön und die Neuausrichtung.
Damals habe der damalige Oberarzt der Kreisklinik, Waldemar Hohm, das Gespräch mit Verantwortlichen der Bergwacht gesucht. Ihm ging es um Optimierungen in der Patientenversorgung bei der Bergwacht. Bruno Büchs habe kurzerhand Waldemar Hohm gebeten, doch zur Bergwacht zu kommen und sich um die Sanitätsausbildung zu kümmern. Damit hatte er die Notfallmedizin für die kommenden Jahre gesichert. Bruno Büchs sei Bindeglied der Bereitschaften, der Liftbetreiber und auch der Landesleitung gewesen.
Peter Eisenlauer, Vorsitzender der Bergwacht Bayern, erinnerte an die Jahresversammlung im Februar 2026, als Bruno Büchs für 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt werden sollte. Gesundheitliche Gründe verhinderten dies. Im kleinen Rahmen sollte die Ehrung nach der Reha erfolgen. Dazu kam es nicht mehr. Abschied nahm auch BRK Kreisgeschäftsführer Ralf Baumeister. Er nannte Bruno Büchs einen wertvollen Menschen, Freund und guten Kameraden. Seit 2012 unterstützte er hauptberuflich den Patienten- und Behindertenfahrdienst bis zum 31. Januar 2016. Durch seine freundlichen Art sei er ein großes Vorbild gewesen. Er habe sich für das Wohl seiner Mitmenschen eingesetzt. „Bruno war mit Leib und Seele ein engagierter Rotkreuzler und viele Jahre auch im Bezirksverband und Kreisverband des Roten Kreuzes durch seine Funktion in der Bergwacht ehrenamtlich tätig.“
Der Familie sagte der BRK Kreisgeschäftsführer, dass sie schwere Zeiten erlebte und auch die kommende Zeit nicht leicht werde. Auch wenn Bruno nicht mehr da ist, würden Liebe und die Erinnerung an ihn bleiben. Erinnerungen zum Beispiel an die Zeit des Kennlernens, schöne Abende am Kreuzberg und vieles mehr. Ralf Baumeister: „Trauer ist die Brücke zur Liebe, die in der Erinnerung zu etwas kostbarem wird.“ Bruno Büchs sei als Mann und Vater das Kostbarste gewesen, was die Familie hatte. So werde man als Bergwacht und Rotes Kreuz Bruno Büchs in Erinnerung behalten, denn „ein Abschied heißt nicht vergessen.“


